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Heiteres und Wissenswertes mit Dr. Tanja Kohwagner

über die Ursprünge des Krippenbrauchtums

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Datum/Zeit
Daten - 18. Jan 2018
17:45 - 20:00

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Es begab sich aber zu der Zeit … Über die Ursprünge des Krippenbrauchtums

Tanja Kohwagner-Nikolai

Eigentlich kennt jeder (noch) den Brauch am Heiligen Abend eine Krippe in der guten Stube aufzustellen. Während vielerorts eine Krippentradition verwurzelt ist und lebt, werden es doch immer mehr Familien, bei denen dieser Brauch aufgrund der Kommerzialisierung und Verweltlichung rund um das Fest der Liebe verdrängt wird. Daher lohnt sich ein Blick auf die Wurzeln und die Geschichte dieses besonderen Brauchtums, das weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt ist und ausgeübt wird, aber längst nicht mehr im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier steht.

Der Brauch hängt eng mit der Geburt Jesu zusammen. Aber die wurde im frühen Christentum genauso wenig gefeiert wie andere Geburtstage. Erst seit dem späten 3. Jahrhundert begehen die Christen das Fest, zunächst an Epiphanie (6. Januar), sodass die Anbetung der Heiligen Drei Könige die frühste Darstellung des Ereignisses ist. Als der Festtag 354 auf den 25. Dezember vorverlegte wurde, stellte man das Geschehen der Heiligen Nacht bildlich dar. Diese Bilder dienten der schnelleren Verbreitung des neuen Festes, das den Tag besetzte, an dem die orientalischen Mysterienreligionen im römischen Reich den „sol invictus“, die unbesiegbare Sonne gefeiert hatten. Die ältesten Darstellungen in den römischen Katakomben und auf Sarkophagen beschränken sich meist auf das Kind und die Gottesmutter, manchmal ergänzt durch einen Hirten oder Ochs und Esel. Sie sind weit entfernt von dem, was wir heute unter Krippe verstehen. ….

Weitere Beschreibung finden Sie in der Zeitschrift Zwiefach!

Die Führung ist auf 25 Personen begrenzt. Treffpunkt um 17:45 Uhr, Beginn der Führung um 18:00 Uhr

Bitte um rechtzeitige Anmeldung unter volkskultur@volkskultur-musikschule.de
Ein Zusatztermin kann auch am 20.Januar 2018 angeboten werden.

Dr. Tanja Kohwagner-Nikolai
; DFG-Projekt „Kaisergewänder im Wandel“ 
Otto-Friedrich-Universität Bamberg 
Lehrstuhl für Kunstgeschichte
 insbes. für Mittelalterliche Kunstgeschichte